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Was für ein Saisonstart am Westfalenring!

Der Fußballgott scheint ein Freund des SC Union Lüdinghausen zu sein. Ein Heimspiel der Ersten zum Saisonstart und vorher der kleine Clásico.

Daniel Schürmann , Sportlicher Leiter unseres Sport Clubs, kann kaum erwarten, dass es losgeht.

Erst das B-Liga-Ortsderby, dann das Heimspiel der Ersten gegen Overberge: Was für ein Saisonstart am Westfalenring. Auch Daniel Schürmann ist „ganz gespannt“. WN Redaktionsmitglied Florian Levenig hat mit dem sportlichen Leiter des SC Union Lüdinghausen gesprochen.  Öffnet externen Link in neuem FensterInterview in den Westfälischen Nachrichten

Welches Spiel ist wichtiger: das prestigeträchtige Nachbarschaftsduell oder die Heimpremiere der Ersten?

Daniel Schürmann: Beide Partien sind gleichwichtig. Wir verstehen uns als Einheit. Unsere Frauen, unsere dritte Mannschaft und die Jugend-Teams eingeschlossen.

Ist das neu?

Schürmann: Nein. Aber der Eindruck ist sicher nicht falsch, dass wir das Miteinander intensiviert haben.

Seppenrades Coach Mahmoud Abdul-Latif fürchtet, dass morgen zehn Mann aus der Ersten die Zweite verstärken. Können Sie Ihrem Ex-Trainer diese Sorge nehmen?

Schürmann: Ja. Mahmouds Nachfolger Kolja Zeugner hat stets betont, dass er alle 25 Leute braucht. Schon um die Spannung während der Übungseinheiten hochzuhalten. Jan Petrausch, Simon Homann, Marius Grewe und Jan Miklejewski haben kaum oder gar nicht trainiert. Insofern erübrigt sich die Frage. Erst wenn alle genesen und die Urlauber zurück sind, kann man darüber nachdenken, ein, zwei Spieler an die Reserve abzugeben.

Spielen dürfen aber auch bei Union nur elf Mann. Ist die Unzufriedenheit da vorprogrammiert?

Schürmann: Ich hoffe nicht. Dagegen spricht jedenfalls, dass der Wunsch nach mehr Personal von der Mannschaft selbst kam.

Ein neuer Trainer, zwölf Zugänge, ein anderes Spielsystem und eine erfolgreiche Vorbereitung: Spüren Sie so was wie Aufbruchstimmung? Euphorie gar?

Schürmann: Mit der Euphorie wäre ich vorsichtig. Die kann man erst mit einem guten Saisonstart entfachen. Am Sonntag wird die Uhr auf Null gestellt, dann gilt es. Aber die guten Ergebnisse und die auch für die Zuschauer attraktive Spielweise stimmen mich optimistisch, dass da was entstehen kann.

Den Gegner praktisch an dessen Fünfmeterraum zu attackieren, birgt aber auch Risiken, siehe das Pokal-Aus in Epe.

Schürmann: Das ist so. Und trotz der vielen Tests wird es dauern, bis jeder das System verinnerlicht hat. Aber wir sind absolut überzeugt davon. Daher wird Kolja alle Zeit bekommen, die er zur Perfektionierung der Spielweise braucht. Selbst wenn der Start in die Hose gehen sollte.