Die Leichtathletin des SC Union 08 Lüdinghausen gehörte mit zum erweiterten Medaillenkreis, hatte sie doch erst eine Woche zuvor ihre Bestleistung in Lüdinghausen auf starke 1,63 m verbessert. Bis auf eine Athletin, die mit 1,70m gemeldet war, waren insgesamt fünf weitere Aktive mit Höhen über 1,60m gemeldet. Im Wettkampf selbst lief es dann richtig gut für die Unionistin, nahm sie doch die von ihr gewählte Anfangshöhe von 1,50m, souverän im ersten Versuch. Dies gelang ihr auch bei 1,54 m, bei 1,58 überquerte sie die Latte erst im zweiten Versuch, sodass sie sich auf Rang fünf wiederfand. Die Höhe von 1,61 m schaffte sie dann aber wieder auf Anhieb, sodass sie nach dieser Höhe plötzlich auf Rang zwei lag, da bis auf Sophia Janning von der LG Coesfeld alle anderen Teilnehmerinnen mehr Sprünge benötigten bzw. an dieser Höhe scheiterten. Erst bei der neuen Bestmarke von 1,64m musste die Unionistin passen, die allerdings im 3. Versuch nur knapp die Latte riss. Am Ende musste sie Sophia Janning und der am Ende plötzlich doch noch zu alter Form findenden Charlotte Jatzkowski vom TV Gladbeck den Vorrang lassen. Jatzkowski kam auf 1,67m, Janning auf 1,64 m. Der verdiente Lohn in einem spannenden Wettkampf war letztlich der Sprung auf das Siegerpodest und eine erneute Medaille bei den Landesmeisterschaften.
Weiterhin konnten sich die Unionisten über einige Finalplätze freuen. Ihre glänzende Form bestätigte Helena Mußhoff (W 15), die über 80 m Hürden mit 13,19 sek ihre gerade erst neu aufgestellte Bestmarke nur knapp verfehlte. Lohn war die Finalteilnahme in Dortmund, bei der sie sich am Ende auf 13,11 sek steigerte und Neunte wurde.
Ebenfalls im Hürdensprint kam Matvii Kyselov (U 18) in den Endlauf, in dem ihm dann endlich wieder eine Zeit unter 16 Sekunden gelang. 15,94 sek reichten für Platz fünf.
In Lage erreichte Ida Meier im Diskuswurf als Siebte das Finale mit 25,08 m und blieb somit nur knapp unter ihrer persönlichen Bestleistung. Zwar konnte sie sich im Endkampf nicht mehr steigern, durfte sich aber über den achten Platz in ihrem ersten U18-Jahr freuen.
Knapp am Endkampf vorbei schlidderte Fabian Röntgen im Diskuswurf der M 14. Bis zum letzten Wurf lag er noch auf Finalkurs, doch der letzte Werfer machte dem jungen Unionisten einen Strich durch die Rechnung. Letztlich fehlten nur 37 Zentimter, dennoch durfte Röntgen mit 25,70m sehr zufrieden sein.
Ebenfalls qualifiziert hatten sich Nina Brieskorn (W 14), Marie Wewel und Johanna Rudolph (beide U 18), sie verfehlten allerdings die Endkämpfe bei sengender Hitze.
Rudolph und Meier traten zudem im Kugelstoßen an. 9,46 m und somit neue persönliche Bestleistung für Ida Meier und 9,67 m für Johanna Rudolph waren ordentliche Ergebnisse für die beiden Werferinnen. Rudolph war zudem im Speerwurf qualifiziert, lieferte ordentliche 26,01 m ab, hätte aber für die Endkampfteilnahme dann doch noch zwei Meter drauflegen müssen, was in die Nähe ihrer persönlichen Bestleistung gegangen wäre.
Erneut sehr stark präsentierte sich Shirley-Ann Keller, die allerdings wieder einen Wettkampftag mit starkem Gegenwind erwischte. Dennoch kam sie jeweils knapp an ihre Bestleistungen heran. Über 100 m lief sie 13, 34 sek und noch stärker ihre 200 Meter-Zeit von 26,97 sek. Mit nur etwas Rückenwind wären deutlich neue Bestzeiten herausgesprungen. Dennoch konnte sie mir der Bestätigung ihrer zurzeit starken Form sehr zufrieden sein.