Bei schlechten äußeren Bedingungen war es an den drei Tagen ein Glücksspiel, ob man bei Regen oder Wind zu starten hatte oder nicht.
Am ersten Tag gingen die Werfer an den Start. Besonders Johanna Rudolph wusste in der Altersklasse U 18 mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 28,58 m im Speerwurf zu überzeugen, was ihr den Titel und das begehrte Meisterschafts-T-Shirt einbrachte. Im Diskuswurf holte sie sich mit 21,62 m Bronze und im Kugelstoßen gelangen ihr 9,59 m, womit sie Zweite wurde.
Im Diskuswurf überzeugte aber auch Ida Meier, die mit 24,44 m Silber gewann und zudem im Kugelstoßen mit 9,01 m Dritte wurde.
Gleich drei Medaillen holte sich Fabian Röntgen (M 14), der konkurrenzlos im Speerwurf mit 24,70m und im Diskuswurf mit guten 24,74 m gewann. Beide Weiten dürften zur Qualifikation zur Westfalenmeisterschaft reichen. Sein Vereinskollege Marius Schulze Spüntrup musste sich nur einem der stärksten deutschen Werfer in der M 15 beugen. Der Coesfelder Felix Bäumer zeigte beeindruckende Leistungen im Wurfbereich. Hinter ihm landete Schulze Spüntrup auf Platz zwei im Kugelstoßen, Diskuswurf und mit der neuen persönlichen Bestleistung von 28,63 m im Speerwurf.
Erneut stark präsentierte sich Greta Bergkeller (W 13), die mit 10,33 sek über 75 Meter hervorragende Zweite wurde. Zudem gelang ihr mit 1,42m ein dritter Platz.
Weiterhin holten Silber Jonas Wewel im Diskuswurf der Männerklasse, der mit 28,65 m sich langsam wieder alten Weiten nähert, und Matvii Kyselov der sich in der U 18 nur einem sehr starken Dortmunder Athleten beugen musste. 16,09 sek bei sehr ungünstigen Bedingungen lautete seine Zeit. Ebenfalls Silber im Kugelstoßen ging an Tim Große Daldrup, der in der M 13 auf 8,08 m kam
Gleich dreimal auf dem Treppchen landete Helena Mußhoff. Besonders hervorzuheben ist die neue Bestzeit von 45,11 sek in ihrem erst zweiten 300-Meter-Lauf, was die Vize-Münsterlandmeisterschaft für sie bedeutete. Erst kurz vor Ziel musste die bis dahin führende Unionistin doch noch den Sieg an eine Münsteraner Athletin abtreten. Silber gab es zudem über 80 m Hürden und im Hochsprung. Außerdem ging Mußhoff über 4x100 Meter an den Start, dabei lief die Staffel der Startgemeinschaft Olfen/Lüdinghausen mit Schlussläuferin Mußhoff starke 52,21 sek, verfehlte das Ziel zur DM-Norm aber noch um eine Sekunde. Am Ende musste man sich nur knapp der LG Brillux Münster geschlagen geben.
Den wohl spannendsten Wettkampf an diesen drei Tagen lieferte aber Shirley-Ann Keller (U 18), die im Training bereits andeutete, dass es im Weitsprung endlich mit der 5-Meter-Marke klappen könnte. Am Ende kam sie im letzten Versuch auf die neue Bestweite von 4,96 m, wobei sie im Sprung zuvor zwar nur auf 4,74 gekommen war, aber das Brett um mehr als 30 Zentimeter verfehlt hatte. In einem spannenden Vierkampf trennten am Ende die Plätze 1 bis 4 nur sechs Zentimeter, Keller schaffte es dabei auf den Bronzerang. Zudem lief sie als Vierte mit 13,56 sek eine neue Bestleistung über 100 Meter.
In derselben Altersklasse trat Pauline-Maxine Sommer im Hochsprung an. Zwar sollte es noch nicht für die ganz hohen Höhen reichen, doch mit 1,56 m nähert sie sich langsam ihrer Bestleistung von 1,61 m. Am Ende fand sie sich einer starken Konkurrenz auf dem Bronzerang wieder.
Stark auch die 3x800m-Staffel der U 14. Gemeinsam mit der Olfenerin Mia Ruckes und den zwei Lüdinghauserinnen Jennifer Johnson und Sophie Prott knackte man die 9-Minuten-Marke. Mit 8:58,65 min dürfte man am Ende des Jahres unter den Top 20 in Westfalen landen. Prott zeigte sich zudem im Hürdenlauf über 80 Meter deutlich verbessert, steigerte sich auf 11,01 sek und wurde damit Vierte.