Nach internen Beratungen wurden dann zwei Mannschaften für das Westfalenfinale gemeldet und beide Mannschaften kamen sehr erfolgreich zurück, denn sowohl die männliche U 14 als auch die weibliche U 18 holten mit Rang drei einen Podestplatz.
Bei der weiblichen Jugend U 18 war es schon im Vorfeld spannend, denn bis zum Wettkampftag war nicht klar, wer starten können würde. Während Greta Burhöi, Lina Klodt und aus Olfen Franziska Frye schon früh aus zum Teil gesundheitlichen Gründen absagten, kamen amVorabend dann reihenweise Hiobsbotschaften rein. Erst am Morgen entspannte sich etwas die Lage, als letztlich nur noch Mia Kronenberg absagen musste. Der Rest gab Entwarnung, sodass doch eine starke Mannschaft, die mit einigen Aktiven aus der U 16 verstärkt worden war, zu erwarten war. Es sollte sich ein spannender Dreikampf um Platz drei mit dem LC Paderborn und den Blau-Weißen von Schalke 04 entwickeln.
Nach einem guten Auftakt mit einer starken Staffelleistung, bei der Helena Mußhoff in der 1. Staffel und Nina Brieskorn in der 2. Staffel liefen, reihte man sich sofort in die Führungsgruppe ein. Die U16-DM-Staffel mit den Olfenerinnen Elena Pohlmann, Luana Neumann und Mia Höning liefen gemeinsam mit Mußhoff gute 51,81 sek,a ber auch die zweite Staffel mit Brieskorn konnte mit 55,37 sek überzeugen.
Bei den weiteren Disziplinen waren aus Union-Sicht einige gute Leistungen zu verzeichnen. Pauline-Maxine Sommer sprang am Ende einer langen Saison noch einmal 1,52 m und holte mit der Olfenerin Mia Höning, die dieselbe Höhe überwand, wichtige Punkte, auch wenn es aufgrund einer leichten Erkältung bei Sommer nicht höher gehen sollte.
Im Kugelstoßen gab es solide Punkte durch das Union-Trio Johanna Rudolph (9,49), Marie Wewel (7,51m) und Ida Meier (8,55), wobei Rudolph zuvor im Speerwurf fast an ihre persönliche Bestleistung herangeworfen hatte. 28,75 m bedeuteten Rang fünf unter 23 Werferinnen.
Stark auch die Ergebnisse von Shirley-Ann Keller, die nach leichter Corona-Erkrankung, trotzdem in Top-Form auftrat. Erst am Tag selbst war klar, dass sie starten konnte. 13,29 sek über 100 Meter waren schon stark, wobei die Olfener Mädchen Luana Neumann mit 12,89 sek und Elena Pohlmann mit 13,09 sek sogar noch schneller waren. Alle Drei gehörten bei mehr als 20 Läuferinnen zu den Top 7, doch die Krönung kam am Ende des Wettkampftages, als Keller im Weitsprung in ihrem allerletzten Sprung der gesamten Saison bei leichtem Gegenwind auf sehr gute 5,06 m kam und somit erstmals die 5 vor dem Komma stand. Helena Mußhoff haderte etwas mit dem Anlauf und vergab bei ihrem besten Sprung gut 30 Zentimeter und landete bei 4,36 m.
Vor der traditionellen Schlussdisziplin, dem 800-Meter-Lauf, war klar, dass es sehr eng werden würde, da Jula Ehnis (Olfen ) und Helena Mußhoff in einer Disziplin antreten mussten, in der sie sich in den Dienst der Mannschaft stellten und somit nicht zu den Spezialistinnen zählten. Doch ähnlich wie Leo Neugebauer bei der WM in Tokio holten die beiden Mädchen in ihren jeweiligen Läufen alles heraus, um den Vorsprung ins Ziel zu retten. Am Ende kamen beide mit neuen Bestzeiten im Ziel an. Ehnis gewann ihren Lauf mit 2:45,00 min und Mußhoff, die in den stärkeren Lauf eingeordnet war, kam nach einem tollen Endspurt auf 2:44,54 min. Nach minutenlangem Warten war es dann klar, die Startgemeinschaft hatte Bronze mit genau 6931 Punkten geholt. Am Ende hatte man einen Vorsprung von genau 9 Punkten vor dem LC Paderborn und knapp 50 Punkten vor Schalke 04.
Ebenfalls war die Freude groß bei der U14-Mannschaft. Auch hier gab es ein spannendes Rennen mit der U14-Manschaft der Warendorfer Sportunion. In der kleineren Gruppe 3 gingen sieben Jungen an den Start, darunter zwei Unionisten. Leo Horstmann und Tim Große Daldrup stellten sich dabei als wichtige Punktesammler heraus. Beide traten in der Staffel als auch im Einzel über 75 Meter an, wo sie erste wichtige Punkte sammelten. Im Weitsprung schraubte Tim Große Daldrup dann seine neue persönliche Bestleistung auf 4,38 m, womit er in dieser Disziplin Dritter wurde. Im Ballwurf kam Leo Horstmann fast an seine Bestleistung heran, mit 36,50 m war er hier der größte Punktelieferant des Teams.