An zwei Tagen gelang es dabei den Unionisten ihre Titelsammlung im Vergleich zum Vorjahr zu verdreifachen. Bei insgesamt 22 Medaillen gab es gleich 9 Siege zu verbuchen.
Die mit Abstand wertvollste Zeit legte dabei Greta Bergkeller hin, die in der Altersklasse W 14 wieder über ihre Paradedisziplin 100 Meter an den Start gegangen war. In ihrem erst dritten Wettkampf in dieser Disziplin konnte sie im Vorlauf ihre persönliche Bestleistung um eine Zehntelsekunde auf 12,80 sek verbessern, womit sie als haushohe Favoritin im Finale antrat. Dort wusste sich die Unionistin nach einem glänzenden Start und verbesserter Lauftechnik das vierte Mal in dieser Saion zu steigern. Am Ende leuchteten herausragende 12,74 sek auf der Anzeigetafel auf. Mit dieser Zeit unterbot sie die DM-Norm der ein Jahr älteren Mädchen, doch sind in der W15 bei den im Juli stattfindenden nationalen Meisterschaften Aktive der W 14 nicht startberechtigt. Mit dieser Zeit schob sie sich zudem auf Platz eins in der Westfälischen Bestenliste, wo auf den ersten Rängen momentan gleich drei Münsterländerinnen vorne stehen. Graciete Ntemo (Münster) und Emilia Bertmaring (Coesfeld) waren allerdings nicht am Start, ein direktes Aufeinandertreffen hätte hier die Zeiten aller drei wahrscheinlich noch mehr nach vorne gepusht. Zudem unterbot Bergkeller die Norm für den Landeskader deutlich, denn 12,90 sek sind hier gefordert. Sie dürfte somit am Ende der Saison ins Goldgas-Talent-Team aufgenommen werden und sicherlich weitere Impulse in ihrer noch jungen Laufbahn erhalten.
Ebenfalls eine herausragende Leistung zeigte Shirley-Ann Keller über 400 Meter der U 20. Nachdem sie eine Woche zuvor diese Distanz erstmals bestritt, wusste sie sich bei starker Konkurrenz nochmals um eine Sekunde zu steigern und verpasste mit sehr starken 60,12 sek nur knapp die 1-Minute-Schallmauer. In ihrer Altersklasse war ihr der Titel nicht zu nehmen und da sie erst zweimal über diese Distanz angetreten ist, dürfte diese Schallmauer durchaus noch zu brechen sein, vielleicht bei den Ende Juni stattfindenden Westfalenmeisterschaften. Ein Platz unter den Top Ten in Westfalen könnte somit möglich sein. Auch Helena Mußhoff trat erstmals über diese Distanz an und legte mit starken 63,35 sek eine beachtliche Leistung hin, zumal sie erst im ersten Jahr der U 18 angehört. Sie wurde in ihrer Altersklasse Dritte.
Spannend wird es für Mußhoff und Keller dann am Donnerstag, denn da geht es zu den Landesmeisterschaften der Langstaffeln nach Kamen, wo sie gemeinsam mit zwei Olfenerinnen die Quali für die Deutschen Meisterschaften unterbieten möchte. Dies scheint nach der Addition der Zeiten aller vier Läuferinnen in Havixbeck momentan mehr als realistisch zu sein, sofern die muskulären Probleme von Keller, die nach dem 400-Meter-Lauf aufgetreten waren, behoben sein werden.
Der absolute Titelsammler aus Sicht des SC Union 08 war aber Tim Große Daldrup (M 14), der gleich drei Münsterlandmeistertitel holte. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 4,89 m siegte er im Weitsprung. Ebenfalls mit PB gewann er das Kugelstoßen in guten 9,28 m und seinen dritten Titel holte er im Diskuswurf mit 25,08m. Zudem gab es Silber im Speerwurf für ihn.
Der ein Jahr ältere Fabian Röntgen wusste ebenfalls mit zwei persönlichen Bestleistungen zu glänzen. Gleich einen Meter weiter als bisher stieß er die 4kg-Kugel auf 10,16 m und erst im allerletzten Durchgang musste er noch um wenige Zentimeter den Titel aus der Hand geben.
Beeindruckend dann aber sein Diskuswurf am folgenden Tag. Hier startete er mit Würfen um die 33 Meter und war nur wenige Zentimeter von seiner Bestleistung entfernt, bevor er dann im 5. Versuch den Diskus auf beeindruckende 35,72 m schleuderte. Auch er klopft damit an die Tür zu den TopTen in Westfalen.
Weitere Titel sammelten gleich drei Werferinnen von Union 08. Johanna Rudolph holte sich in der U 20 einen kompletten Medaillensatz. Gold gewann sie mit einer starken Wurfserie im Speerwurf und das trotz Zeitverzögerung von fast zwei Stunden. Am Ende kam sie auf 28,18 m und wurde ihrer Favoritenrolle im gemeldeten Teilnehmerfeld gerecht. Zudem gewann sie Silber im Kugelstoßen und Bronze im Diskuswurf.
In der U 18 gewann Ida Meier mit 25,46 m im Diskuswurf, weiterhin gab es für sie Silber mit 9,11 m im Kugelstoßen und eine deutliche Leistungssteigerung legte Nina Brieskorn hin, die in der W 15 mit der neuen persönlichen Bestleistung von 23,81 m nicht zu schlagen war. Sie verbesserte sich gleich um mehr als zwei Meter.
Weitere Medaillen holten sich Alina Kaschura mit Silber und Lara Enning mit Bronze im Speerwurf der W 14. Ebenfalls Dritte wurde Lisa Meisterernst, die im Ballwurf der W 13 im letzten Wurf einen rausholte und sich um mehr als sechs Meter auf starke 36 Meter verbesserte. Phil Zylla (M 14), der im Weitsprung allerdings mit dem Anlauf haderte und 4,34 m sprang, wurde Dritter und über 100 Meter wurde er Zweiter mit 13,56 sek, womit er das Ergebnis von Union 08 abrundete.
Gemeinsam mit dem SuS Olfen trat man zudem in der Startgemeinschaft Olfen/Lüdinghausen an. Hier sollte es nicht zu einem Titel reichen, aber mit 51,26 sek zeigte Helena Mußhoff gemeinsam mit drei Olfenerinnen eine starke Leistung und wurde Zweite. Die Staffel hat zur Zeit den Ausfall der sehr schnellen Olfenerin Luana Neumann zu verkraften, ansonsten scheint eine Zeit unter 50 Sekunden möglich zu sein. Ebenfalls Zweite wurde die U 16 mit vier Unionistinnen. Nina Brieskorn, Greta Bergkeller, Sophie Prott und Alina Kaschura liefen ansprechende 54,55 sek. Bei der mänlichen U 14 war Leo Horstmann Schlussläufer und gemeinsam mit seinen Olfenern Teamkollegen kam man auf 43,84 sek über 4x75 Meter.