Dass am Ende dabei sogar noch ein Titel und eine Bronzemedaille heraussprang, kam dabei doch etwas überraschend.
Neuer Westfalenmeister wurde Tim Große Daldrup, der sich bereits in der gesamten Saison von Bestleistung zu Bestleistung hangelte und nun in Paderborn im Blockmehrkampf Wurf der Altersklasse M 14 antrat. Bei stürmischem und regnerischem Wetter kam gleich zu Beginn die momentan schwächste Disziplin an die Reihe, über 80 Meter Hürden benötigte Große Daldrup 15,49 sek. Nachdem seine schwächste Disziplin abgehakt war und er dem einzigen Konkurrenten vom Tv Wattenscheid nur wenige Punkte verloren hatte, drehte Große Daldrup auf. Im Diskuswurf kam er mit 24,31 m und im Kugelstoßen mit 8,79 m knapp an seine Bestleistungen heran. Im Weitsprung gelang ihm dann eine deutliche Bestleistung mit 4,97 m, womit er sich die Führung holte, zumal sein Konkurrent sich drei ungültige Versuche leistete. Über 100 Meter kam der Unionist zwar noch auf eine weitere Bestleistung von 13,71 sek, doch die wird aufgrund des zu der Zeit sehr starken Rückenwindes nicht in die Bestenlisten eingehen können. Am Ende siegte Große Daldrup mit großem Vorsprung. 2137 Punkte lauteten sein Ergebnis.
Bronze ging Nina Brieskorn, die in der Altersklasse W 14 ebenfalls im Block Wurf angetreten war. Ihr bestes Ergebnis holte sie im Weitsprung mit neuer Bestleistung von 4,39 m. Auch im Kugelstoßen mit 7,32 stellte sie einen persönlichen Rekord auf. Auch in den anderen drei Disziplinen konnte Brieskorn sehr gleichmäßig punkten, sodass am Ende der Sprung über die 2000 Punkte gelang. Mit einem Vorsprung von 9 Punkten und insgesamt 2052 Punkten gelang ihr der Sprung auf das begehrte Treppchen.
In den äußerst stark besetzten Blockmehrkämpfen Sprint/Sprung wusste Greta Bergkeller sich gut zu platzieren. Unions Sprint-Ass verpasste zwar dieses Mal bei Gegenwind mit immer noch ausgezeichneten 13,18 sek eine Zeit unter 13 Sekunden, war aber immerhin Zweitschnellste aller Läuferinnen in ihrer Altersklasse. Dafür gelang ihr im Hochsprung mit 1,47 m aber eine neue Bestleistung. Spannend machte sie es im Weitsprung, wo sie zwei von drei Versuchen knapp ungültig machte, am Ende aber dennoch gute 4,73 m heraussprangen. Im Speerwurf verpasste sie dann knapp die 20 Meter, verlor hier aber doch einige Punkte, sodass am Ende Rang sieben für die Unionistin bilanziert wurden. Immerhin bedeutete die Punktzahl von 2429 Punkten einen neuen Vereinsrekord, der seit 2016 von Lucia Maaßen gehalten worden war.
Ebenfalls eine Urkunde erhielt Alina Kaschura (W 14), die im Block Lauf angetreten war. Stark ihre neue Bestleistung von 37 m im Ballwurf, womit sie an diesem Tag viertbeste Athletin war. Auch über 2000 Meter lief sie mit 8:06,76 min eine gute Zeit, womit sie am Ende Achte in einem starken Feld wurde. Einen weiteren 8. Platz holte Lara Enning im Block Wurf (W 14). Sie kam auf 1667 Punkte.
Gemeinsam mit Sophie Prott und Lilly Speikamp waren die vier Unionistinnen in der Mannschaftswertung angetreten. Nachdem die fünf stärksten Athletinnen am Ende in die Wertung gekommen waren, landete man zwar nur auf Rang 7 von 8 Mannschaften, doch dürften die Unionistinnen die wohl jüngste Mannschaft gestellt haben, da 4 der 5 Aktiven zum jüngeren Jahrgang der Altersklasse U 16 zählen. Im nächsten Jahr sollte es dann noch einen Schritt weiter nach vorne gehen.