Am kommenden Sonntag endet für Kai nach 30 Jahren aktiven Vereinsfußballs ein ganz besonderer Abschnitt. Vor seinem letzten Spiel als Spieler und Trainer richtet er sich mit persönlichen Worten an den Verein, die Mannschaft und alle Unionisten.
Trainerstimme
Ich begrüße unsere Gäste aus Brackel und Merfeld. Vor allem begrüße ich aber alle Unionisten an diesem fantastisch organisierten Uniontag. Heute ist nicht nur für den gesamten Verein aufgrund des Stickerhefts ein besonderer Tag, sondern auch für mich persönlich.
Nach 30 Jahren Vereinszugehörigkeit ist es für mich an der Zeit, meiner aktiven Laufbahn als Spieler und Trainer Adé zu sagen.
Diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Aber wie es nun einmal so ist, stehen beruflich wie privat Veränderungen an.
Was damals mit den Besuchen der Spiele meines Bruders Lars zusammen mit Onkel Wolli begann, endet heute mit meinem letzten Heimspiel. 1996 stand ich das erste Mal bei den Minikickern auf dem Hauptplatz – genau dort, wo heute auch meine Zeit als Spielertrainer der zweiten Mannschaft endet.
Ich bin durch viele Trainerschulen gegangen und konnte mich sportlich wie menschlich stetig weiterentwickeln. In diesem Verein sind Freundschaften entstanden, die ich heute nicht mehr missen möchte.
Ich durfte hier viele Erfolge feiern, habe aber auch gelernt, mit Niederlagen umzugehen. Besonders in meinen persönlich schwersten Zeiten stand der Verein immer an meiner Seite. Hier trifft man immer auf Menschen mit einem offenen Ohr oder einem guten Rat. Union Lüdinghausen ist eben ein Verein, der verbindet.
Was hier am Westfalenring über die Jahre entstanden ist, ist einfach unglaublich.
Einen riesigen Anteil daran haben Menschen wie Markus Bohr und Daniel Schürmann. Sie haben mit unermüdlichem Einsatz dafür gesorgt, dass diese Anlage heute so aussieht, wie sie aussieht. Ich kenne kaum Personen, die das Ehrenamt so verkörpern wie die beiden.
Es macht mich stolz, diesen Weg mit begleitet zu haben und die Entwicklung des Vereins miterlebt zu haben.
Ich bin und bleibe Unionist durch und durch. Von tiefstem Herzen kann ich sagen: Ich habe Union nicht nur unter der Haut, sondern auch auf der Haut.
Bedanken möchte ich mich bei allen Weggefährten, Trainern, dem Vorstand für das Vertrauen, bei Carsten für die stetige Berichterstattung, bei allen Platzwarten, die unsere Plätze über die Jahre in Schuss gehalten haben, bei den Zuschauern und natürlich auch beim „Stammtisch“ für unvergessliche 30 Jahre.
Niemals geht man so ganz. Ich werde die fußballfreie Zeit nun erst einmal genießen, Union aber selbstverständlich als Zaungast erhalten bleiben.
Eisern Union
Euer Kai